Montag, Januar 07, 2008

TrueCrypt "entschlüsselt"

Sollten Sie Windows- oder Linux-User sein und TrueCrypt noch nicht kennen -- ich kann Ihnen dieses OpenSource-Programm nur empfehlen. Es verschlüsselt eine Festplatte entweder vollständig oder einzelne Files darauf und hängt diese wie ganz gewöhnliche Plattenpartitionen in Ihr Filesystem ein. Komfortabler geht's fast nicht. Ich schütze mit Hilfe von TrueCrypt unter anderem meine Backups auf einer externen Festplatte gegen unberechtigten Zugriff. Wenn Sie eine Einstiegshilfe benötigen, so mag Ihnen vielleicht der Beitrag "Sicher aufbewahrt" von Andreas Beier (heise mobil, 2005-04-25) dienlich sein.

Vor wenigen Tagen hat Björn Edström auf seinem Blog die Arbeitsweise von TrueCrypt erklärt. "TrueCrypt explained" ist ein sehr lesenswerter Beitrag, besonders für diejenigen unter Ihnen, die TrueCrypt etwas detaillierter verstehen wollen. Der Beitrag ist auch ein schönes Anschauungsbeispiel dafür, dass solche Software im Prinzip gar nicht so komplex und schwer zu entwickeln ist, wie man vielleicht vermuten mag.

Kommentare:

ML hat gesagt…

Hallo Herr Herzberg,

auch ich nutze TrueCrypt für so manche Daten schon eine Ewigkeit. Wenn man mit dem 2.6 Kernel unter Linux fährt, ist es in der Tat sehr schnell und vorallem einfach eingerichtet - jedoch wünsche ich mir seit langem eine Pre Boot Authentification, durch welche das Root FS auch verschlüsselt werden könnte.

An sonsten kann ich dies genauso empfehlen wie sie :)

Gruß Michael Lehr

Anonym hat gesagt…

Truecrypt mag zwar ganz schoen und gut sein, allerdings ist es sowohl unter Windows als auch Linux sehr langsam.

Fuer Linux wuerde ich aus Performancegruenden eher cryptsetup verwenden.
Die alternative Ubuntu CD bietet seit einer Weile auch die Moeglichkeit an sein System von Anfang an komplett Verschluesselt zu installieren - was im Vergleich zu handischen Loesung deutlich angenehmer und zeitersparend ist.

TrueCrypt unterstuetzt mittlerweile die komplettverscluesselung von Windowssystemen.