Montag, Oktober 09, 2006

RFID

Eigentlich sind die kleinen Funk-Chips kalter Kaffee -- eine fast schon uralte Idee, die jedem Nachrichten-Techniker wie selbstverständlich vorkommen mag. Im Gespräch sind diese Chips schon seit vielen, vielen Jahren. Doch allmählich scheint ein Markt für ihren Einsatz zu entstehen. Es sieht so aus, als würde RFID (Radio Frequency Identification) Wirklichkeit werden. Die Marktprognosen sehen bestens aus (heise-Meldung).

Vor kurzem bin ich durch eine andere heise-Meldung auf eine Informationsbroschüre zu RFID gestoßen. Herausgegeben hat sie das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF). Die Broschüre ist angenehm zu lesen. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Technik, Anwendungen von RFID, Risiken & Ängsten und kryptographischen Methoden. Eine ausführliche Liste mit Links bietet interessierten Lesern Einstiegspunkte. (Übrigens finden Sie auf der Webseite von FIfF auch eine ähnlich aufgebaute Broschüre zur elektronischen Gesundheitskarte.)

Ich frage mich, ob man mit diesen Funk-Chips etwas machen kann, worauf bislang noch keiner gekommen ist. Hm ...

Kommentare:

Lars hat gesagt…

Selbst das Einweben der RFID-Chips in einen Teppich zur Markierung für autonome Staubsauger ist ja schon erfunden...

nougad hat gesagt…

Ich denke dass wir die Möglichkeiten von diesen "harmlosen" Chips noch lange nicht erfasst haben.

Ein Beispiel das einem ins Nachdenken bringen sollte:
Zitat:
Die Fachleute haben nämlich gezeigt, dass es möglich ist, die Nationalität eines RFID-Reisepasses festzustellen und die Zündung einer Bombe wiederum von diesem Kriterium abhängig zu machen: Damit könnten Sprengfallen speziell auf bestimmte Nationalitäten abgestimmt werden, beliebig viele andere Funkchip-Pässe könnten den Nahbereich des RFID-Lesers, der an eine Bombe gekoppelt ist, ohne Folge passieren - der erste US-Reisepass würde allerdings eine Detonation auslösen.

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/telefonkultur/0,1518,432654,00.html


Auch wenn sich das ganze im Nachhinein als reine Panikmache rausgestellt hat (Dank an Spiegel für schlechte Recherche) denke ich dass in der heutigen Zeit früher oder später jede Sicherheitsvorkehrung übergehen lässt.

Auch wenn es sich hierbei um eine Falschmeldung handelt, sollte man solche Gefahrenquellen im Kopf behalten.

PS: Wäre nett wenn man sich eine Preview des Kommentar anzeigen lassen könnte. Das vermeidet einige Fehler...

dh hat gesagt…

Sie machen auf ein wichtiges Problem aufmerksam: Gibt es "sichere" datenschützende Verfahren? Verfahren, die nicht in 5 Jahren als unsicher gelten? Dieses Thema wird zunehmend wichtiger. Es betrifft auch die elektronische Gesundheitskarte, Geschäftsabwicklungen im Web, Mobilfunk und und und.