Mittwoch, September 06, 2006

Hart: IronPython

Leute, die -- wie ich -- Liebhaber der Programmiersprache Python sind, dürfen sich über die just erschienene Python-Version für .NET freuen: IronPython, Release 1.0. Der Heise-Verlag hat das heute auch in einer News gemeldet, siehe hier.

[Update 2006-09-15: Im Video-Interview (auf's Bild klicken) zeigt Jim Hugunin, der Entwickler von IronPython, am Bildschirm, wie elegant sich IronPython in die .NET-Welt einfügt.]

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sie sollten sich mal Ruby anschauen. Ich finde die Objekt Orientierung und und das ganze "feeling" ist irgendwie besser als bei Python. -Jedoch steht es jedem frei das zu verwenden was er möchte, man muss beides kennen um vergleichen zu können.

dh hat gesagt…

Ich kenne Ruby -- es "fühlt" sich für mich wiederum nicht so schön an wie Python. Die Frage "Was ist besser, Ruby oder Python?" ist kaum entscheidbar. Persönliche Vorlieben spielen mehr eine Rolle als handfeste Argumente. Dafür sind sich die Sprachen zu ähnlich. Die Leichtigkeit des Programmierens, die ich mit solchen Sprachen erlebe, die möchte ich jedenfalls nicht mehr missen.

Anonym hat gesagt…

Das .NET Framework mag ja eine gute Idee sein, doch bringt das meiner Meinun nach nur wenig. Jede von .net unterstütze Sprache wird ja in die einheitliche MIL Sprache übersetzt. Zu welchem Zweck? .Net ist von Microsoft und Microsoft möchte wohl weniger der Konkurrenz helfen. Das bedeutet, dass das bekannte .net Framework wohl nur für Windowssysteme gedacht ist. Einzige Ausnahme ist Mono - ein .net Framework für Linux, welches jedoch Open Source ist. Zudem musst man ja keine Platformunabhängigkeit schaffen, da 95% der User sowieso Windows verwenden. :)

Aaron_Mueller hat gesagt…

@anonymous: Irgend wie wiedersprichst du dir selbst :) Das .NET-Framework hat keinen Zweck, da es nur für Windows entwickelt wurde, aber plattformunabhängig muss man dennoch nicht sein, weil eh niemand was anderes verwendet?

Ich (einer der 5%) habe mich ehrlich gesagt noch nicht wirklich intensiv mit dem .NET-Framework beschäftigt, aber ich finde die Idee nicht schlecht, und mit Mono hat man zudem die Möglichkeit, das ganze unter Linux laufen zu lassen, und das garnicht mal schlecht!

Robert hat gesagt…

.NET ist Microsoft, keine Frage. Aber in erster Linie ist .NET die Implemenierung des Commom Language Infrastructure-Standards. Dass dieser Standard zu großen Teilen von Microsoft entwickelt wurde steht außer Frage. Es steht aber theoretisch jedem frei, eine eigene Implementierung zu entwickeln. Mono ist zum Beispiel schon sehr weit entwickelt. Die größten Unterschiede sehe ich in den zu Verfügung stehenden Librarys. Microsoft spielt hier mit ADO.NET (Datenbank), ASP.NET (Web) und Windows Forms (GUI) noch in einer anderen Liga.
Für weitere Informationen und Aufklärung zum Thema empfehle ich den englischen Wikipedia-Artikel: http://en.wikipedia.org/wiki/Common_Language_Infrastructure

Übrigens gibt es auch Ansätze zur Verbindung der .NET- und Java-Welt, die ja gewisse Parallelen aufzeigen. Dazu gehören neben Webservices unter anderem die Erzeugung von MIL aus Java-Code und die Lauffähigkeit von MIL in der JVM.

Ich denke, dass sich diese Austauschbarkeit der Software-Komponenten und Tools in den verschiedenen Schichten (Sprachen, Middleware, BS, ...) langfristig durchsetzen wird und somit die Hoffnung weckt, dass sich in Zukunft weltweit akzeptierte Komponenten-Standards durchsetzen werden.

Zu IronPython: Nett, dass es das jetzt auch für .NET gibt :D

Anonym hat gesagt…

Die Idee ist nicht neu siehe Java.
Das potential ist auch unter Windows gross. z.b. eine inteligente Übersetzen mit Profiling. wär 'ne gute sache..